VdA - Verband deutscher
Archivarinnen und Archivare e.V.

Workshop "Auf dem Weg ins Archivportal-D"

TeilnehmerInnen des Workshops im angeregten Gespräch untereinander
Fotos: Grit Richter-Laugwitz

Bericht von Grit Richter-Laugwitz

Am Mittwoch, den 15. Oktober, trafen sich 14 Mitglieder des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. aus Sachsen und aus Sachsen-Anhalt im Sächsischen Staatsarchiv, Hauptstaatsarchiv Dresden, um sich intensiv über die Teilnahme am Archivportal-D zu informieren. In Fortsetzung zum ersten Workshop im Oktober 2013, der einer einführenden Information zum Archivportal-D und zum Archivportal Europa diente, war nun nach der Freischaltung des deutschen Archivportals eine Präsentation „am offenen Herzen“ möglich. Da der Weg in das Archivportal Europa für deutsche Archive in jedem Fall über das Archivportal-D führen sollte, stand ausschließlich dieses Portal im Blickpunkt. Wie wichtig den Archivaren das Mitmachen am Portal ist, zeigte die fast vollständige Anreise der angemeldeten Kollegen, die durch den Streik der Lokführer für einige sehr beschwerlich war. Diesem Umstand war auch geschuldet, dass einer der eingeplanten Referenten, Martin Reisacher, von der Fachstelle Archiv der DDB seinen weiten Weg aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg nicht antreten konnte. Nun oblag es Herrn Dr. Brübach, der als Vertreter des Sächsischen Staatsarchivs am Aufbau des Archivportals-D mitgearbeitet hat und über ein umfangreiches Wissen dazu verfügt, die vorgesehenen Inhalte alleine zu vermitteln. Zur Einstimmung zeigte Dr. Brübach die  Suchfunktionen und den hierarchischen Aufbau des Portals und ging dabei besonders auf die Sicht des Nutzers ein. Damit dieser die von den Archiven angebotenen Informationen auch tatsächlich findet und richtig einordnen kann, muss durch die Archive u.a. auf eine sinnvolle Positionierung der Angaben geachtet werden. Anschließend ging er auf die notwendigen Schritte der Registrierung ein. Besonders besprochen wurden der Contentfragebogen zur Erfassung der zu liefernden Datenmengen und die Angaben zur Lizenzierung. Erläuterungen zur notwendigen Vereinheitlichung bei der archivischen Erschließung und der Nutzung von Standards, dabei insbesondere von EAD(DDB), rundeten den Vormittag ab. Nach dem Mittag ging es dann ganz konkret um den Weg der Erschließungsdaten in das Portal, wobei sich der Referent auf die Übertragung von Daten aus AUGIAS konzentrierte, da dieses von den Teilnehmern mehrheitlich als Erschließungsprogramm benutzt wird. Am Beispiel der Daten des Sächsischen Staatsarchivs zeigte Dr. Brübach die Vorgehensweise beim konzeptionellen Mapping, was durch jedes Archiv anhand der verwendeten Erschließungsmasken selbst vorgenommen werden muss. Die Teilnehmer fühlten sich nach den Ausführungen für diese einmalig zu leistende Zuordnung der Erschließungsangaben zu den EAD-Tags gut gerüstet. Mit diesem Wissen ausgestattet sollte es für alle Teilnehmer nun möglich sein, die Registrierung voranzutreiben bzw. abzuschließen und mit einer Testdatenlieferung zu beginnen. Der Landesverband hat sich zum Ziel gesetzt, diese Bemühungen weiter zu begleiten und zu unterstützen. In diesem Sinne räumt der Landesverband den Trägern des DFG-Projektes zum Aufbau des Archivportals-D die Möglichkeit ein, sich im Rahmen des Sächsischen Archivtages am 26./27. März 2015 mit einem Stand zu präsentieren, an dem fachkundig insbesondere Fragen zum Datenmapping beantwortet werden. Eine Unterstützung dafür wurde seitens des Landesarchivs Baden-Württemberg und des Sächsischen Staatsarchivs bereits zugesagt. Der Landesverband bedankt sich bei den Projektpartnern für die breite Unterstützung und beim Sächsischen Staatsarchiv für die Gastfreundschaft im Rahmen des Workshops.